Die Kurzantwort
Für Höfe, Einfahrten und Werkstattböden bis einige hundert Quadratmeter reicht eine Handkehrmaschine mit 60 bis 70 cm Arbeitsbreite. Eine Akku-Kehrmaschine kehrt gleichmäßiger, auch bei langsamem Schieben. Benzin-Kehrmaschinen mit Fahrantrieb lohnen sich für große Flächen, schweren Schmutz und den Winterdienst.
Mit dem Besen dauert es ewig, und am Ende liegt der feine Staub doch wieder auf dem Pflaster. Eine Kehrmaschine nimmt Laub, Sand, Splitt und Staub in einem Durchgang auf und sammelt alles in einem Behälter. Welche Bauart zu Ihrer Fläche passt, hängt vor allem von Größe, Untergrund und Schmutz ab.
So arbeitet eine Kehrmaschine
Herzstück ist die Kehrwalze, eine rotierende Bürste quer zur Fahrtrichtung. Sie wirft den Schmutz nach hinten oder vorn in einen Behälter. Ein oder zwei Seitenbesen drehen sich an den vorderen Ecken und holen Schmutz aus Ecken, an Mauern und Bordsteinen heran. Die Arbeitsbreite gibt an, wie breit eine Bahn ist – sie bestimmt, wie schnell Sie fertig sind.
Die Handkehrmaschine
Bei der Handkehrmaschine treiben die Räder über ein Getriebe die Walze an. Je schneller Sie schieben, desto schneller dreht die Bürste. Sie braucht keinen Strom und keinen Kraftstoff, ist leicht, leise und praktisch wartungsfrei. Die Arbeitsbreite liegt meist bei 60 bis 70 cm, der Behälter fasst um 20 Liter.
Für Höfe, Einfahrten, Garagen, Terrassen und Werkstattböden bis einige hundert Quadratmeter ist sie die naheliegende Wahl. Grenzen zeigt sie bei nassem, festgetretenem Laub und bei sehr großen Flächen, weil die Kehrleistung von Ihrer Schiebegeschwindigkeit abhängt.
Die Akku-Kehrmaschine
Die Akku-Kehrmaschine hat einen Elektromotor, der die Walze antreibt – unabhängig davon, wie schnell Sie schieben. Dadurch kehrt sie auch in Ecken, beim Rangieren und bei langsamem Gehen gleichmäßig. Die Arbeitsbreite ähnelt der von Handmaschinen. Die Laufzeit hängt vom Akku ab; viele Hersteller bieten Geräte ohne Akku an, wenn Sie bereits Akkus desselben Systems besitzen.
Sie eignet sich für alle, die regelmäßig kehren und gleichmäßigere Ergebnisse wollen, ohne einen Verbrennungsmotor zu pflegen. Ein Akku muss geladen und frostfrei gelagert werden.
Die Benzin-Kehrmaschine
Benzin-Kehrmaschinen haben einen Verbrennungsmotor, der die Walze und meist auch die Räder antreibt. Sie lenken die Maschine nur. Die Arbeitsbreite reicht bis 100 cm, und die kräftige Walze nimmt auch schweren Schmutz und nasses Laub auf. Viele Modelle sind Mehrzweckgeräte, die statt der Walze ein Schneeschild oder einen Fräskopf aufnehmen – im Winter räumen sie damit Schnee.
Sie lohnen sich für große Höfe, Parkplätze, landwirtschaftliche Betriebe und alle, die auch Winterdienst erledigen. Ein Benzinmotor braucht Pflege: Ölwechsel, Luftfilter, Zündkerze, im Winter Kraftstoff ablassen oder stabilisieren. Die Geräte sind laut; in Wohngebieten gelten die Ruhezeiten Ihrer Gemeinde.
Arbeitsbreite und Fläche
Als grobe Orientierung: Eine Fläche von 100 m² kehren Sie mit einer Handkehrmaschine mit 65 cm Arbeitsbreite in wenigen Minuten. Bei 500 m² und mehr wird es mit Handbetrieb anstrengend, eine Akku- oder Benzinmaschine spart dann Zeit. Prüfen Sie außerdem die Wege: Eine breite Benzinmaschine passt nicht durch jedes Gartentor, und über Stufen müssen Sie sie heben oder eine Rampe nutzen.
Worauf Sie noch achten sollten
- Höhenverstellbarer Griff: passt die Maschine an Ihre Körpergröße an.
- Einstellbare Bürstenhöhe: gleicht den Verschleiß der Bürsten aus und passt sich an Pflaster oder glatten Boden an.
- Behältergröße: ein großer Behälter muss seltener geleert werden, macht die Maschine aber schwerer.
- Klappbarer Griff: spart Platz in Garage oder Schuppen.
Lagerung über den Winter
Eine Handkehrmaschine stellen Sie einfach trocken in Garage oder Schuppen. Akkus lagern Sie frostfrei und halb geladen. Bei Benzinmaschinen leeren Sie vor einer langen Pause den Tank oder geben Stabilisator zu, damit der Vergaser nicht verharzt.
Fazit
Kleine bis mittlere Flächen: Handkehrmaschine. Regelmäßiges Kehren mit gleichmäßigem Ergebnis: Akku-Kehrmaschine. Große Flächen, schwerer Schmutz und Winterdienst: Benzin-Kehrmaschine. Alle Modelle finden Sie unter Kehrmaschinen, motorisierte unter Benzin-Kehrmaschinen.
Passend zum Artikel
Kehrmaschinen
Häufige Fragen
Kann eine Kehrmaschine einen Laubsauger ersetzen?
Auf Pflaster und festen Wegen meist ja. Auf Rasen und in Beeten arbeitet eine Kehrmaschine nicht, dort helfen Rechen, Laubsauger oder Rasenmäher mit Fangkorb.
Wie oft muss ich die Bürsten tauschen?
Das hängt von Fläche und Untergrund ab. Rauer Beton verschleißt die Borsten schneller als glatter Hallenboden. Viele Hersteller bieten Ersatzbürsten an.
