Die Kurzantwort
Die Last je Boden gibt an, was eine einzelne Ebene bei gleichmäßig verteilter Last trägt, die Gesamtlast, was das ganze Regal tragen darf. Beide Werte gelten nur, wenn das Regal gerade steht, alle Böden richtig eingehängt sind und das Schwere unten liegt. Hohe Regale gehören an die Wand.
Ein Schwerlastregal sieht einfach aus: vier Pfosten, ein paar Querträger, fünf Böden. Trotzdem stehen in der Produktbeschreibung oft zwei oder drei verschiedene Kilo-Angaben, und wer sie verwechselt, belastet das Regal stärker als gedacht. Dieser Ratgeber erklärt, was die Angaben bedeuten und wie ein Regal sicher steht.
Last je Boden und Gesamtlast
Die Last je Boden, auch Fachlast genannt, ist das Gewicht, das ein einzelner Boden tragen darf. Bei typischen Steckregalen für Keller und Garage sind das 150 bis 265 kg, bei leichten Kunststoffregalen oft nur 20 bis 80 kg. Die Angabe gilt für eine gleichmäßig verteilte Last – also Kisten, die die Fläche ausfüllen, nicht eine einzelne schwere Maschine in der Mitte.
Die Gesamtlast, manchmal Feldlast oder Gesamttragkraft genannt, ist das Gewicht, das das ganze Regal aufnehmen darf. Händler geben oft die Summe aller Böden an: Fünf Böden zu je 175 kg ergeben 875 kg. Bei manchen Regalen ist die Gesamtlast aber kleiner als diese Summe, weil die Pfosten die Grenze setzen. Dann dürfen Sie nicht jeden Boden voll ausreizen. Maßgeblich ist immer, was der Hersteller in Anleitung und Datenblatt nennt.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Eine Getränkekiste mit zwanzig Flaschen à 0,5 Liter wiegt etwa 17 bis 18 kg. Sechs Kisten auf einem Boden ergeben rund 100 kg – für ein Regal mit 175 kg je Boden kein Problem. Stapeln Sie dieselben Kisten doppelt hoch, sind es schon über 200 kg.
Warum Reserve wichtig ist
Die angegebene Last ist eine Obergrenze unter guten Bedingungen. Im Alltag kommen Belastungen hinzu, die das Datenblatt nicht kennt: Eine Kiste wird beim Einräumen fallen gelassen, jemand stützt sich beim Herausziehen auf den Boden, eine schwere Last liegt nur auf einer Hälfte. Solche Stoß- und Punktlasten wirken stärker als das reine Gewicht. Planen Sie deshalb so, dass die schwerste Ebene deutlich unter der angegebenen Last bleibt.
Wer regelmäßig Schweres lagert, etwa Fliesen, Zementsäcke, Farbe oder Werkzeug, wählt besser ein Regal mit mehr als 175 kg je Boden. Weitspannregale tragen je nach Modell 300 kg und mehr pro Ebene. Für Räder gibt es eigene Reifenregale, die das Gewicht über Auflagen statt über Böden aufnehmen.
Richtig beladen
Die Grundregel lautet: Schweres nach unten, Leichtes nach oben. Das senkt den Schwerpunkt, das Regal steht ruhiger, und Sie müssen schwere Dinge nicht über Kopf heben. Verteilen Sie die Last über die ganze Fläche des Bodens und lassen Sie nichts über die Vorderkante ragen. Kisten, die tiefer sind als das Regal, kippen den Boden nach vorn.
Holzwerkstoffböden aus MDF oder Spanplatte tragen viel, vertragen aber keine Nässe. Stellen Sie nasse Gegenstände auf eine Unterlage. In feuchten Kellern sind verzinkte Gestelle die bessere Wahl, weil die Zinkschicht vor Rost schützt.
Sicherer Aufbau
Ein Steckregal ist schnell aufgebaut, aber ein paar Punkte entscheiden über die Tragfähigkeit:
- Alle Böden vollständig einhängen. Die Querträger müssen in jeder Lochung ganz eingerastet sein. Ein schief eingehängter Träger trägt nur einen Bruchteil.
- Gerade aufstellen. Auf unebenem Kellerboden gleichen Sie mit Unterlegplatten aus, bis das Regal lotrecht steht. Ein schiefes Regal verlagert die Last auf zwei Pfosten.
- Untersten Boden nah am Boden. Viele Hersteller verlangen, dass die erste Ebene knapp über dem Boden sitzt; sie stabilisiert das ganze Gestell.
- An der Wand befestigen. Hohe und schmale Regale können kippen, wenn oben schwer beladen oder einseitig entnommen wird. Viele Anleitungen schreiben eine Wandbefestigung vor – nehmen Sie Dübel und Schrauben, die zum Mauerwerk passen.
Wer mehrere Regale nebeneinander stellt, kann sie oft miteinander verbinden. Eckregale desselben Herstellers nutzen auch den Platz in der Raumecke.
Höhe und Tiefe wählen
Die Höhe richtet sich nach dem Raum und danach, was Sie noch sicher erreichen. In Kellern mit niedriger Decke sind 150 bis 180 cm üblich, in Garagen und Lagern auch höher. Für die oberen Böden brauchen Sie dann einen Tritt. Bei der Tiefe zählt, was Sie lagern: Euroboxen und Getränkekisten passen auf 40 cm, große Umzugskartons brauchen 50 bis 60 cm. Achten Sie beim Kauf auf die Reihenfolge der Maße – manche Händler schreiben Höhe × Breite × Tiefe, andere Breite × Tiefe × Höhe.
Fazit
Lesen Sie zuerst die Last je Boden, dann die Gesamtlast, und planen Sie mit Reserve. Stellen Sie das Regal gerade auf, hängen Sie jeden Boden vollständig ein und befestigen Sie hohe Regale an der Wand. Dann trägt ein Schwerlastregal über viele Jahre, was es verspricht. Passende Modelle finden Sie unter Schwerlastregale, für feuchte Räume unter verzinkte Schwerlastregale.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Fachlast und Feldlast?
Die Fachlast gilt für einen einzelnen Boden, die Feldlast für alle Böden eines Regalfelds zusammen. Bei Heimregalen spricht man meist von Last je Boden und Gesamtlast.
Darf ich ein Regal über die Angabe hinaus beladen?
Nein. Über der angegebenen Last können sich Böden durchbiegen, Träger aus der Lochung springen oder das Regal einknicken.
Wie oft sollte ich ein Regal prüfen?
Schauen Sie bei jedem größeren Umräumen nach verbogenen Trägern, losen Verbindungen und durchgebogenen Böden. In Betrieben schreibt die Unfallversicherung regelmäßige Prüfungen von Regalen vor.
